Wireless mit Green-GO v5¶
Handbuch: Link
Allgemeines¶
- Lizenzfreie drahtlose Kommunikation via DECT:
- EU:
1880 - 1900 MHz(10 Trägerfrequenzen) - USA/Canada:
1920 - 1930 MHz(5 Trägerfrequenzen) - Japan:
1893 - 1906 MHz(3 Trägerfrequenzen)
- EU:
- Bis zu vier Beltpacks können mit einem Pool verbunden (gepaired) werden.
- Maximale Reichweite von bis zu 300 Metern.
- Roaming mit bis zu 7 Antennen ist in Verbindung mit einem X-Pool möglich, ist aber immer mit einer Unterbrechung von ca.
6 - 15 Sekundenverbunden.
Wichtiger Hinweis
Green-GO sollte immer in dem von den lokalen Regularien vorgesehenen Frequenzbereich betrieben werden. Der Wechsel in einen anderen Frequenzbereich kann andere Systeme (z.B. Mobilfunk) stören und wird üblicherweise als Straftat angesehen.
Ein Umstellen des Frequenzbereiches ist nur mit Hilfe der Software möglich, die aktuelle Konfiguration kann aber jederzeit über das Setup Menü (1) abgefragt werden.
- Setup Menü Wegweiser:
Setup Menü → Dect → Information → Region: EU
Wie viele drahtlose Geräte sind möglich?¶
Die Anzahl von möglichen drahtlosen Green-GO Beltpacks in einem Empfangsbereich ist nicht immer einfach zu bestimmen und hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Das benutzte Green-GO Wireless-Codec haben Einfluss auf die benötigte Bandbreite:
Wideband(G.722): Bis zu 30 Beltpacks (EU). (1)Narrowband(G.726): Bis zu 60 Beltpacks (EU). (2)
- Die drei verfügbaren Frequenzbereiche (
EU,US/Canada,Japan) verfügen über unterschiedlich viele Trägerfrequenzen mit je 24 Slots und haben daher unterschiedliche Möglichkeiten. - Aktivität von Fremdsystemen im DECT Frequenzbereich (EU:
1,88 - 1,90 GHz) kann die verfügbare Bandbreite im Frequenzband verringern. - Green-GO WAA Antennen sind aufgrund fehlender Synchronisation nicht besonders effizient und brauchen unbelegten Aktionsraum im Frequenzband um Kollisionen zu vermeiden. Ist ein Fremdsystem im Einsatz kann das
NarrowbandCodec Abhilfe schaffen, da dies weniger Bandbreite benötigt. - Die Empfangsqualität im Aktionsraum der Beltpacks kann Einfluss auf die Verbindungsstabilität nehmen. Geräte am Rand des Empfangsbereichs können verhäuft Verbindungsabbrüche oder Probleme beim Verbindungsaufbau erleben.
- Setup Menü Wegweiser:
Setup Menü → Dect → Codec: Wideband - Setup Menü Wegweiser:
Setup Menü → Dect → Codec: Narrowband
Roaming mit Green-GO¶
Roaming mit Green-GO ist möglich, aber nicht nahtlos. Bei jedem Hand-Off muss mit einer Verbindungsunterbrechung von ca. 6 - 15 Sekunden gerechnet werden. Abseits davon gibt es zwei Möglichkeiten den Zeitpunkt des Antennenwechsels zu beeinflussen:
Roaming Threshold: Beeinflusst den Zeitpunkt bzw. die berrechnete durchschnittliche Feldstärke für den automatischen Antennenwechsel. (1)Enforce Roaming: Ermöglicht einen manuellen Antennenwechsel durch ein kurzes Ziehen am Ein-/Ausschalter und deaktiviert den automatischen Antennenwechsel. (2)
- Setup Menü Wegweiser:
Setup Menü → Dect → Roaming Threshold: Default - Setup Menü Wegweiser:
Setup Menü → Dect → Force Reconnect: Enabled
Antennen Platzierung¶
Es gibt ein paar Punkte welche bei der Positionierung einer Antenne zu beachten sind und teilweise erheblichen Einfluss auf die Reichweite einer Green-GO WAA Antenne (Rundstrahler) nehmen können:
- Die lokale Architektur kann großen Einfluss auf die Empfangsqualität und Reichweite nehmen; abhängig von der Antennenpositionierung und dem Aktionsraum der verbundenen Beltpacks.
- Reflektionen können einen negativen Einfluss auf die Empfangsqualtät haben. Aus diesem Grund kann die Positionierung der Antenne im Raum eine Entscheidene Rolle bei der Empfangsqualität spielen.
- Existierende Infrastruktur auf dem DECT Frequenzbereich (EU: 1,88 - 1,90 GHz) können Einfluss auf die Anzahl der insgesamt möglichen Beltpacks nehmen.
- Abstand zu anderen elektromagnetischen Strahlern (Antennen, Netzteile, WiFi AP/Router, Bluetooth, etc.) sollte min. 1,20 Meter betragen.
- Eine direkte Sichtverbindung vom Beltpack zur Antenne ist vorteilhaft für die Reichweite und Empfangsqualität. Hindernisse jeglicher Art (auch der menschliche Körper) haben einen dämpfenden Einfluss auf alle Radiowellen und sollten, wenn möglich vermieden werden.
- Eine Platzierung über Kopfhöhe ist grundsätzlich empfohlen und Höhe kann einen positiven Einfluss auf die Empfangsqualität haben. Aber aufgrund der Funkcharakteristik (Rundstrahler) kann eine zu hohe Platzierung der WAA Antenne eine (zu große) tote Zone direkt unter der Antenne kreieren.
- Die Antenne sollte aufrecht installiert sein (Netzwerkanschluss zeigt entweder nach unten oder oben).
Pairing Methoden¶
- Mischbetrieb von OTA- und X-Pools is seit v5 nicht mehr möglich.
- OTA Pairings:
- One-Shot-Verfahren. Keine nachträgliche Änderung möglich.
- Kein Roaming möglich.
- Ausschließlich Monitoring via Software.
- X-Pools:
- Konfiguration via Software.
- Roaming mit bis zu 7 Antennen möglich.
- Hinzufügen und Entfernen von Beltpacks mit USB-Verbindung möglich.
- Ein drahtloses Beltpack kann immer nur mit einem X-Pool verbunden sein.
OTA-Pool Pairing¶
- Der Pairing-Speicher von Antennen und Beltpacks sollte vor Beginn des Pairing-Setups zurück gesetzt werden.
- Das Pairing-Setup erfolgt direkt an den Geräten. Ein direkter Zugriff auf die Geräte ist für das Einrichten der Pairings notwendig.
- Ein Bearbeiten der Pairings ist nicht möglich. Die Software ermöglicht nur das Monitoring.
- Es gibt keine Möglichkeit des Roamings.
OTA Workflow¶
Als erstes muss die Antenne mit Hilfe des roten Knopfes in den sogenanten Pairing-Modus versetzt werden. Dazu muss der Knopf auf der Unterseite für ca. 2 Sekunden gedrückt werden.
Als bald der Knopf gedrückt wird beginnt die Status-LED wie folgend dargestellt zu blinken und bleibt für ca. 30 Sekunden im Pairing-Modus:
Anschließend muss über das WBPX Beltpack der Pairing-Prozess initiiert werden. Dies erfolgt über das Setup-Menü direkt am Gerät. (1)
- Setup Menü Wegweiser:
Setup Menü → Dect → Pair Antenna → Start Pairing
Während des Pairing-Prozesses erscheint ein Popup auf dem Display des WBPX. Dieses zeigt den aktuellen Status des Pairing-Prozesses an.
Nach erfolgreichem Abschluss des Pairing-Prozesses wird die Antenne automatisch in den normalen Betriebsmodus versetzt und das WBPX Beltpack verbindet sich mit der Antenne.
X-Pool Pairing¶
- Das Pairing-Setup ist ausschließlich über die Green-GO Control Software möglich.
- WAA Antennen müssen Mitglied der Konfiguration (Adopted) und über das Netzwerk mit der Software verbunden sein bevor diese im Wizard zur Verfügung stehen.
- Drahtlose Beltpacks werden via USB mit Hilfe der Software programmiert.
- Die Programmierung der Beltpacks kann nacheinander und mit Hilfe eines einzelnen USB-Kabels erfolgen.
- Ein Abbrechen des Wizards ist nach dem zweiten Schritt nicht mehr möglich.
- Bei Beltpacks wird ein Pairing direkt nach dem Hinzufügen oder Entfernen programmiert.
- WAA Antennen werden erst nach dem Beenden des Wizards programmiert.
- Ein X-Pool kann jederzeit editiert und angepasst werden.
- Das Löschen eines X-Pools ist erst dann möglich, nachdem alle Antennen und Beltpacks durch das Editieren des X-Pools entfernt wurden.
X-Pool Workflow¶
Das folgende Video zeigt einen groben Überblick über den X-Pool Workflow. Es zeigt das Hinzufügen, editieren und entfernen eines X-Pools:
